Servus Magazin: Vorzeige-Unternehmen in Sachen Fan-Betreuung

11. Dezember 2017

Ohne Fans fehlt uns der Bezug zum realen Leben

Gelebtes Community-Management abseits von Marketing-Strategien,
Social Media & Co

Das österreichische Servus Magazin aus dem Red Bull Media House hat in unserem Fan-Fitness-Test hervorragend abgeschnitten. Auf unsere Fan-Post kam sofort eine freundschaftliche Antwort zurück mit der persönlichen Einladung in den Club der „Servus Freunde“. Damit gehört das Servus Magazin zu den fünf Prozent der getesteten Unternehmen, die Engagement herzlich und professionell zu schätzen wissen.

Wir freuen uns sehr, dass Andreas Kornhofer, langjähriger Herausgeber und Chefredakteur des „Servus Magazins“ und nunmehriger Leiter des gesamten Red Bull Media House Verlages, mit uns über Fans und den Umgang mit Begeisterung spricht. Danke für Ihre Zeit und Ihre Antworten, Herr Kornhofer!

 

1.     Warum sind Fans für Servus bzw. das Red Bull Media House so wichtig? Wobei helfen Fans Ihnen?

Unsere Fans sind unsere Brücke zum echten Leben. Sie zeigen uns, was wirklich wichtig ist, was ein gutes Leben braucht und woran es fehlt. Natürlich hat auch klassisches Marketing seine Berechtigung. Aber ich glaube noch mehr an die Beziehung und die Gemeinschaft von echten Menschen. Unsere Fans sind überzeugte Botschafter, die unser Magazin stärken. „Servus“ ist ein sehr analoges Medium. Wir schreiben über das Leben nebenan und sind für viele eine wunderbare Flucht aus dem digitalen Dorf in die reale Welt.

2.     Was tun Sie alles, um Fans zu finden und die Community lebendig zu gestalten?

Wir haben ein Grundprinzip: Wir antworten immer persönlich. Wir lieben unsere Fan- und Leserpost und gehen sehr sorgsam damit um. Wir stellen Fragen und lernen so unsere Fans wirklich kennen. Es ist ein echter Dialog auf Augenhöhe.

3.     Wie wichtig sind Social Media bei Ihrem Fan-Management? Wie verbinden Sie die online und offline Fanwelt?

Ein Gutteil unserer Beziehungspflege passiert aktuell digital. Manchmal schaffen wir auch persönliche Begegnungen mit unseren Fans, aber meistens reden wir schriftlich miteinander. Wir arbeiten daran, auch viel mehr Face-to-Face Dialoge zu ermöglichen. Unsere Leserinnen und Leser identifizieren sich zu einem hohen Maß mit den Werten, für die Servus steht: analog, handfest und regional verortet.

4.     Bei welchen Anlässen treten Sie oder jemand anderer aus Ihrem Team persönlich und direkt mit den Servus-Fans in Kontakt? Wie gestalten Sie Beziehungen mit Fans?

Wir bekommen richtig viel Leser- bzw. Fanpost. Unsere Leser erzählen uns, was sie dank „Servus“ erlebt haben, wie sie manche Tipps und Ideen umgesetzt bzw. bereichert haben. Hier entstehen viele kleine Gespräche, meistens schriftlich, die unsere Beziehung verfestigen. Oft geben uns Leser auch Tipps, was wir wissen sollten bzw. wo es noch mehr Details zu erzählen gibt. Die Arbeit mit Fans ist sehr kleinteilig und persönlich – und unglaublich bereichernd.

5.     Was würde Ihnen fehlen, wenn Sie keine Rückkopplung zu Ihren Fans hätten?

Der Bezug zum realen Leben – man darf nie den Fehler machen, die eigene Wahrnehmung, vor allem als Medienmacher, mit jener unserer Kunden, Leser und Fans zu verwechseln.

Vielen Dank für das Interview!

Michaela Mojzis-Böhm & Karin Zintz-Volbracht

Wenn Sie auch an der Fan-Fitness Ihres Unternehmens arbeiten wollen, dann melden Sie sich einfach bei uns. Kontakt

10 Tipps für mehr Fanfitness in Ihrem Unternehmen

27. Juni 2017

Wie Sie mit wenig Aufwand den Sinn für Fans schärfen

Stellen Sich sich einfach mal das Schönste vor: Da schreibt Ihnen ein Kunde eine Mail oder einen Brief und meckert nicht. Im Gegenteil. Der Kunde sagt ganz deutlich, dass er Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen oder ein besonderes Produkt von Ihnen wirklich schätzt. Er ist begeistert und voller Engagement. Herzlichen Glückwunsch! Das ist ein echter Fan, der Sie gern unterstützt. Und was tun Sie dann?

 

Die Ergebnisse unseres Fanfitness-Tests (LINK) haben gezeigt, dass längst nicht alle Unternehmen einen Sinn für Unterstützer haben. 100 Unternehmen haben wir auf die Probe gestellt. Nur 20 davon war fit für Fans oder zumindest auf einem guten Weg dahin. 

 

Hier finden Sie zehn Tipps für den Einstieg in ein effektives Fan-Management:

  1. Schärfen Sie den Blick auf Fans bei sich selbst und bei allen, die in Kontakt mit Kunden sind.
  2. Antworten Sie persönlich und auf Augenhöhe.
  3. Antworten Sie in einer herzlichen, normalen Sprache – reden Sie wie mit einem Freund.
  4. Fragen Sie nach! Was würde ein Fan aus freien Stücken gerne für Sie tun?
  5. Finden Sie heraus, was Sie mit Ihrem Fan verbindet und was genau bei Ihnen schätzt.
  6. Bitten Sie aktiv um Empfehlung.
  7. Regen Sie aktive Mitwirkung in Social Media an (und haben Sie die entsprechenden Links parat).
  8. Bieten Sie auch andere Handlungsmöglichkeiten an.
  9. Bringen Sie Ihre Fans untereinander in Kontakt.
  10. Bleiben Sie offen für Überraschungen!

 

Wie gehen Sie mit Begeisterung um? Welche schönen Erfahrungen haben Sie schon mit Fans gemacht?
Wir freuen uns über Ihre Geschichten. Bitte schreiben Sie uns einfach ein Mal an fan@corporategrassroots.com.

 

Wie Fan-fit ist Ihr Unternehmen?

22. Januar 2017

Stellen Sie sich doch mal das Schönste vor: Da klopft  ein Mensch an Ihre Tür und überschüttet Sie mit Lob. Er macht Komplimente und ist begeistert. Er erzählt vielleicht auch gleich seine  ganz persönliche Geschichte, was Ihre Leistung oder Ihr Produkt für ihn bedeutet. Er zeigt sich als Fan! Und was jetzt? Was passiert mit diesem Menschen in Ihrem Unternehmen?

 

Unser  Fan-Fitness-Test

Machen Sie doch einfach mal unseren Fan-Fitness-Test. Was machen Sie mit Begeisterung und Engagement für Ihr Unternehmen? Wie Fan-fit ist Ihr Unternehmen wirklich?

Beantworten Sie bitte schonungslos folgende Frage: Was passiert, wenn Ihr Unternehmen eine begeisterte E-Mail samt Angebot der Unterstützung bekommt?

Antwort-Optionen: 

Typ „No idea“

Keine Ahnung, was mit so einer E-Mail bei uns im Haus passiert. Voraussichtlich gar nichts.

Typ „Passt  schon“ 

Sie freuen Sie sich über die E-Mail und lassen es auf sich beruhen. Es besteht ja auch kein akuter Handlungsbedarf. Der Kunde ist schließlich zufrieden.

Typ „Textbaustein“

Sie antworten ganz professionell mit Textbausteinen aus dem Beschwerde-Management: „Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Das ist sehr wertvoll für uns. Wir geben sie gern weiter und sind stets bemüht, Ihre Wünsche und Anregungen…“

Typ „Große Freude“

Sie antworten persönlich und sagen dem Fan: „Weiter so!“ – „Wir freuen uns über Ihre Empfehlung“ – „Verschenken Sie doch unser Produkt auch an andere“. Oder Sie bieten dem Fan einen Rabatt an. Oder Sie fragen nach seiner Adresse und schicken ihm ein Dankeschön.

Typ „Herzlich Willkommen bei uns“

Sie antworten voller Freude und laden den Kunden herzlich ein, sich für Sie zu engagieren. Sie haben Ideen, was der Fan für Sie tun kann, egal, ob er viel Zeit hat oder nur einen Online-Klick erledigen kann. Sie fragen, ob der Fan noch andere Fans kennt, die auch gern dabei sein würden. Kurz: Sie laden ihn in Ihren „Fan-Club“ ein und vernetzen ihn mit anderen.

 

Na, welcher Typ ist Ihr Unternehmen? 

Wenn Sie wollen, testen wir Sie gern und stellen Ihnen anschließend unentgeltlich unsere zehn Tipps auf dem Weg zur Fan-Fitness zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach: Kontakt

 

Und hier gleich ein erster Tipp in Richtung Fan-Fitness:

Treffen Sie sich einmal mit drei bis vier treuen Kunden und fragen Sie diese, was sie eventuell bereit wären für Ihr Unternehmen zu tun und welche Unterstützung sie brauchen, um dann auch tatsächlich mitzuhelfen. Hier lohnt sich auch ein kurzer Workshop oder ein gemeinsames, freudvolles Brainstorming. Das oft leicht dahin gesagte „Bitte empfehlen Sie uns weiter“ ist ein guter Ansatz, aber doch recht unverbindlich und damit wenig motivierend. Spielerische, freudvolle, gut organisierte Möglichkeiten der Weiterempfehlung sind oft viel erfolgversprechender.

 

Wir haben auch 2018 wieder einen Fan-Fitness-Test unter 100 Unternehmen durchgeführt. Hier geht es zu den spannenden Ergebnissen. Link.

Wer Fans unter seinen Kunden in den Akquisitionsalltag integriert, hat nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern wird auch viel Freude damit haben. Davon sind wir fest überzeugt!